Südafrika – Mexiko, Gruppe A, Johannesburg, Freitag, 11. Juni, 16:00 Uhr (Ortszeit)
Die Bafana Bafana tragen die Hoffnungen einer ganzen Nation, die zum WM-Auftakt einen Sieg feiern möchte, auf ihren Schultern. Und die Gastgeber gehen diese Aufgabe mit der ermutigenden Bilanz von zuletzt 13 Spielen ohne Niederlage an, seitdem Carlos Parreira erneut die Verantwortung für die Mannschaft übernahm. Südafrika feierte in jüngster Zeit unter anderem Erfolge gegen namhafte Teams wie Kolumbien (2:1) und Dänemark (1:0). Angeführt von Steven Pienaar sowie dem formstarken Katlego Mphela durchläuft die Mannschaft zurzeit eine der besten Phasen der letzten vier Jahre.
Doch die Gastgeber treffen auf eine mexikanische Auswahl, die mit ihrem dynamischen und präzisen Spiel sowie mit einem Testspielsieg gegen keinen Geringeren als den amtierenden Weltmeister Italien (2:1) die Fachwelt zu beeindrucken wusste. Die junge Mannschaft um die aufstrebenden Stars Giovani dos Santos und Carlos Vela, unterstützt durch Routiniers wie Gerardo Torrado, Cuauhtémoc Blanco oder Rafael Márquez, möchte bei dieser WM die Geschichte herausfordern und die Gastgeber überraschen.
Spieler im Fokus
Steven Pienaar - Rafael Márquez
Das Kreativspiel der Bafana Bafana liegt zu einem Großteil in den Händen des begnadeten Mittelfeldregisseurs vom FC Everton. Nach seiner bisher besten Saison in der englischen Premier League weiß Pienaar, dass nun die Zeit für den großen Auftritt gekommen ist. Und was könnte einem Besseres widerfahren, als dies vor eigenem Publikum tun zu können?
Doch in Person des erfahrenen Defensivspezialisten Rafael Márquez steht ihm gleich in der ersten Partie eine besonders schwere Herausforderung bevor. Der Kapitän Mexikos wird unter Javier Aguirre als defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt, und eine seiner wichtigsten Aufgaben wird darin bestehen, die Nummer zehn Südafrikas zu neutralisieren. Sollte ihm dies gelingen, hätte seine Mannschaft sich einen entscheidenden Vorteil erspielt.
Der Fakt
3 – Drei Mal standen sich diese beiden Teams bisher gegenüber, alle Spiele fanden auf neutralem Boden statt. Die Bilanz spricht für die Azteken, die zwei Partien für sich entscheiden konnten, 1993 und 2000. Das letzte Duell beim Gold Cup 2005 indes konnten die Bafana Bafana für sich entscheiden, doch bei jenem Turnier traten beide Länder nicht in Bestbesetzung an.
Die Stimmen
"Es wird viel darüber gesprochen, dass die Heimmannschaft immer ein gutes Turnier spielt, doch ehrlich gesagt konzentrieren wir uns zunächst ausschließlich auf die Partie gegen Mexiko. Wenn wir ein gutes Ergebnis erzielen, werden wir das Turnier in Brand setzen. Wir müssen mental voll auf der Höhe sein, diese mentale Stärke wird entscheidend sein, wenn wir weit kommen wollen." Steven Pienaar (Mittelfeldspieler, Südafrika)
"Dies ist eine großartige Gelegenheit, doch gleichzeitig wird es eine schwere Aufgabe, denn wir stehen dem Gastgeber gegenüber. Die ganze Welt erwartet voller Spannung diese Partie und das ist uns bewusst. Ich denke, das Wichtigste wird für uns sein, dass wir unsere Nerven gut im Griff haben und dem Druck standhalten, damit wir unser bestes Niveau erreichen." Carlos Vela (Stürmer, Mexiko)